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Freitag, 12. September 2014

Israel: Soldaten verweigern Einsatz gegen Palästinenser

Israel haben 43 Mitglieder einer Sondereinheit des militärischen Geheimdienstes angekündigt, künftig Einsätze zu verweigern, die sich gegen Palästinenser richten. „Wir weigern uns, ein Werkzeug zu sein, das die militärische Kontrolle der besetzten Gebiete vertieft“, schrieben die 43 Reservisten der geheimen Einheit „8200“, deren Aufgabe es ist, die Kommunikation des Feindes abzuhören und für die Truppe nutzbar zu machen.

Hier gehts weiter.

Samstag, 6. September 2014

DDR: Das Leiden der Bausoldaten

Für Leute die meinen Mann und Frau seien in der DDR nahezu gleichberechtigt gewesen und es sei nicht alles schlecht gewesen ist dieser Artikel ein Muss: 


"Aus den Berichten wissen wir, dass die Tätigkeiten auf der Baustelle eine körperlich sehr schwere Arbeit waren", sagt die Leiterin des Prora-Zentrums, Susanna Misgajski. "Das Ausheben der Kabelschächte mit Spitzhacke und Spaten wurde von den Bausoldaten als Repressionen empfunden, weil die NVA-Führung ganz bewusst auf den Einsatz von schwerer Technik verzichtet hatte."

Wer sich dem Drill oder gar der Einziehung zum Militär verweigerte, riskierte drakonische Strafen. Dafür standen das Haftarbeitslager Berndshof bei Ueckermünde und ab 1968 das Militärgefängnis in Schwedt. Hier wurden Befehls- oder "Totalverweigerer" wie Angehörige der Zeugen Jehovas interniert und schikaniert.


"Eine dunkle Zelle. Der Raum war leer."


Ein ehemaliger Insasse, der spätere Pfarrer Rainer Eppelmann, erinnert sich: "Eine dunkle Zelle. Der Raum war leer. An der Wand eine Pritsche mit Scharnieren und einem Haken." Morgens nach dem Wecken wurde die Liege hochgeklappt. Es gab keine Matratze, nicht einmal eine Decke, auch kein Kissen: "Da waren eben nur Bretter, auf die man sich legen konnte."

Ab 1975 zeichnete sich eine gewisse Lockerung ab. Bausoldaten wurden unter anderem als Hausmeister und Dienstpersonal im NVA-Erholungsheim eingesetzt. Radikal habe sich die Situation dann ab 1982 mit dem Baustart für den Fährhafen geändert, sagt Susanna Misgajski. Auch auf anderen Großbaustellen kamen Bausoldaten zunehmend zum Einsatz.

Die Diskriminierung der Bausoldaten war nach dem Ausscheiden aus dem Dienst nicht vorbei. Die Dossiers, die die Stasi über sie angelegt hatte, begleiteten ihren Lebensweg. Viele Bildungseinrichtungen oder Berufe blieben ihnen verwehrt.

Hier geht es weiter.

Mittwoch, 13. August 2014

Israel: Krieg oder Gefängnis

Das Studentenradio Mephisto aus Leipzig porträtiert einen jungen Kriegsdienstverweigerer aus Israel:

Als Yoav Lewi zum Militär ging, war er gerade 18 Jahre alt. Wie alle israelischen Männer hat er drei Jahre lang Wehrdienst geleistet. Und er war gerne dort. Sogar so gerne, dass er ein halbes Jahr länger geblieben ist, als er musste. Noch heute findet er es gut, dass jeder Mann und jede Frau Wehrdienst leisten muss. Jeder sollte seinen Teil zur Gesellschaft beitragen, findet er. Und da Israel eine Armee brauche, gehöre der Wehrdienst eben dazu. Aber die Besetzung in den palästinensischen Gebieten findet er unmoralisch. Dieser Zwiespalt hat ihn vor eine schwierige Entscheidung gestellt:

„Als sie mich dann das erste Mal für einen Reservedienst einziehen wollten, hatte ich den Mut einen Einsatz in den besetzen Gebieten in Palästina abzulehnen.“

Dienstag, 24. Juni 2014

Amerikanischer Deserteur beantragt Asyl in Deutschland

Die Zeit berichtet heute über den Fall eines amerikanischen Soldaten, der sich geweigert hat zum zweiten Mal in den Krieg im Irak zu ziehen. Das Thema der Desertation ist immer auch Thema von BASTA gewesen, weil es unmittelbar mit der Frage des Zwanges im Zusammenhang steht. Insofern ist der Artikel in der Zeit eine ausdrückliche Empfehlung:


André Lawrence Shepherd wollte nicht ein zweites Mal in den Irak-Krieg ziehen. Im Frühjahr 2007 verließ der US-Soldat daher unerlaubt seine in der fränkischen Katterbach-Kaserne stationierte Einheit und beantragte als erster Deserteur der US-Armee in Deutschland politisches Asyl.
Der Wartungstechniker für Kampfhubschrauber war zwischen September 2004 und Februar 2005 bereits als regulärer Soldat ein erstes Mal im Irak im Einsatz. Zurück in Deutschland verlängerte der heute 37-Jährige seinen Vertrag mit den US-Streitkräften um weitere acht Jahre – nach eigenen Angaben, um so eine sonst mögliche Einberufung als Reservist in den Irak zu verhindern.