Die Methoden in der Schweiz scheinen die gleichen wie in Österreich zu sein. Man entwerfe ein Horrorszenario, unterstelle den Wehrpflichtgegnern dass sie genau dieses Szenario fordern und verzichte auf sachliche Argumente. Und schon ist jeder brave Schweizer für die Wehrpflicht.
Die jetzt neu gegründete Gegeninitiative zur GSoA , die IG Miliz, gibt zu Protokoll:
Wie die IG Miliz in einer Mitteilung schreibt, befürchtet sie, dass nicht nur die Wehrpflicht an sich sondern auch der Bevölkerungsschutz und der Zivildienst und schliesslich auch das Milizsystem gefährdet sind.
Mit exakt diesen Argumenten hat man auch die Österreicher manipuliert. Keiner will den Zivildienst abschaffen, er soll nur freiwillig werden. Keiner will das Milizsystem abschaffen, es geht bei der Initiative lediglich um die Wehrpflicht. Und auch der Bevölkerungsschutz wird durch eine Abschaffung nicht gefährdet. Wenn nötig kann dieser auch durch die Miliz unterstützt werden, dafür braucht man keine Wehrpflicht. Wer derartige Panikmache betreibt, sollte sich fragen ob er das mit seinem Gewissen vereinbaren kann.
Post scriptum:
Wann mischen sich denn endlich die Profiteure des Zivildienstes in die Debatte ein? Wir warten auf Dystopien in denen Menschen, weil der Zivildienst freiwillig geworden ist, nicht mehr versorgt werden können und in Zeltlagern vor Krankenhäusern wie Tiere lagern müssen. Genau wie es seit der Aussetzung der Wehrpflicht in Deutschland der Fall ist. Das Rote Kreuz möge endlich Stellung beziehen. Ironie aus.
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Mittwoch, 26. Juni 2013
Freitag, 31. Mai 2013
Schweiz: politische Propaganda mit Bundesgeldern für den Zwangsdienst
Schützenvereine machen gegen die Initiative der GSoA mobil, finanziert durch Bundesgelder. Wenn die Initiative am Ende wieder scheitert, wissen wir wenigstens warum. Und keine Angst, früher oder später werden sich auch Organisationen die das Rote Kreuz in die Debatte einschalten und Horrorszenarien entwerfen, damit auch ja die eigenen Pfründe auf dem Rücken junger Männer gesichert werden. So macht Demokratie doch Spaß.
Den Bericht über die aktuelle Auseinandersetzung der GSoA mit den Schützenvereinen findet ihr auf Blick.ch:
Den Bericht über die aktuelle Auseinandersetzung der GSoA mit den Schützenvereinen findet ihr auf Blick.ch:
Rund 130 000 Schützen werden am Wochenende zum Eidgenössischen Feldschiessen erwartet. Und diesmal wird das grösste Schützenfest der Welt auch gleich zum politischen Kampffeld.
Beim Feldschiessen fällt der Startschuss für die Kampagne gegen die Wehrpflichtabschaffungs-Initiative, die am 22. September vors Volk kommt. Den Teilnehmern wird neben Standblatt und Munition auch gleich der Propaganda-Flyer des Vereins für eine sichere Schweiz in die Hand gedrückt.
(...)
30 000 Franken steuert der SSV an die Nein-Kampagne bei. Für Andres ist klar: «Freiwilligkeit führt in einer Demokratie nicht zum Ziel. Es braucht nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten!»
Dass das Feldschiessen von den Schützenvereinen als Polit-Plattform genutzt wird, stösst den Wehrpflicht-Gegnern sauer auf. «Das ist politische Propaganda mit Bundesgeldern. Ein Skandal!», sagt GSoA-Vorstandsmitglied und alt Nationalrat Jo Lang.
Tatsächlich finanziert der Bund das Feldschiessen mit: Er liefert Gratismunition und zahlt dem SSV sowie den Schützenvereinen einen Beitrag von insgesamt knapp elf Franken pro Teilnehmer schweizerischer Nationalität. Letztes Jahr wurden gemäss VBS-Angaben 118 856 Schützen mit je 16.30 Franken subventioniert. Das Feldschiessen kostete den Bund damit knapp zwei Millionen Franken.
Die Wehrpflicht-Gegner werden nun in der Sommersession vorstellig. Die Berner Nationalrätin und Grünen-Co-Präsidentin Regula Rytz will Verteidigungsminister Ueli Maurer in der Fragestunde zur Rede stellen. «Findet es der Bundesrat in Ordnung, dass ein vom Bund unterstützter Anlass für Abstimmungspropaganda missbraucht wird?», will sie etwa wissen. Ebenso, wie der Bundesrat solche Politwerbung künftig zu unterbinden gedenkt.
(...)
CVP-Nationalrat Jakob Büchler, der Präsident des Vereins für eine sichere Schweiz, hegt keine Bedenken: «Was wir als Verein den Schützen abgeben, hat mit dem VBS beziehungsweise mit dem Bund nichts zu tun. Deshalb finde ich unser Vorgehen unproblematisch.»
Samstag, 25. Mai 2013
Schweiz: "Jetzt bist du dran!" - Propaganda für die Wehrpflicht
Die Schweizer Armee hat ein Video veröffentlicht, was nach ihrer eigenen Beschreibung den wehrpflichtigen Männern die Notwendigkeit ihrer Pflicht näher bringen soll.
Mit
diesem Videoclip werden an den Orientierungstagen die 16 bis 18
jährigen Stellungspflichtigen auf ihre Rekrutierung eingestimmt und
ihnen die Schweizer Sicherheitspolitik kurz und bündig erklärt.
So kommentieren die Verantwortlichen ihr Video auf ihrem Youtube - Kanal. Da die Schweiz von Freunden umzingelt ist, müssen zur Illustration der "allgegenwärtigen Bedrohung" schon mal Bilder des Anschlages vom 11. September und des Massakers von Srebrenica herhalten. Ob sich die stellungspflichtigen Schweizer mit solch einem Unsinn abspeisen lassen? Wir hoffen nicht. Wehrt euch gegen die Wehrpflicht! In keinem anderen Land ist die Legitimation der Wehrpflicht so dürftig und fragwürdig wie in der Schweiz!
Dienstag, 21. Mai 2013
Die Bundeswehr im Internet - Öffentlichkeitsarbeit oder Propaganda?
Der Journalist Tilman Steffen widmet sich, in einem aktuellen Artikel für Zeit Online, den Aktivitäten verschiedener Armeen verschiedener Länder, in den so genannten sozialen Netzwerken.
Auch aus der Perspektive von BASTA lässt sich das ein oder andere zu diesem Thema sagen.
So existiert etwa ein, von der Bundeswehr produziertes Video auf Youtube, was die Musterung der Degenfechterin Alexandra Ndolo im Kreiswehrersatzamt Köln zeigt. Die Prozedur der Musterung, wie sie in diesem Video dargestellt ist, entsprach und entspricht in den aller wenigsten Fällen der Wirklichkeit, die junge Männer in deutschen Kreiswehrersatzämtern zu ertragen hatten und haben. Über die Realität der erzwungenen Nacktheit, ohne Sichtschutz erfährt man in der Öffentlichkeit so gut wie nichts.
Aber wir arbeiten dran und werden auch weiterhin dafür sorgen, dass es, neben der "Öffentlichkeitsarbeit", die von der Bundeswehr betrieben wird, Berichte in der Öffentlichkeit der sozialen Netzwerke und außerhalb der sozialen Netzwerke, gibt die von der Realität berichteten. Dann soll jeder selbst entscheiden, ob es sich bei dem was die Bundeswehr publiziert um Öffentlichkeitsarbeit oder Propaganda handelt.
Auch aus der Perspektive von BASTA lässt sich das ein oder andere zu diesem Thema sagen.
So existiert etwa ein, von der Bundeswehr produziertes Video auf Youtube, was die Musterung der Degenfechterin Alexandra Ndolo im Kreiswehrersatzamt Köln zeigt. Die Prozedur der Musterung, wie sie in diesem Video dargestellt ist, entsprach und entspricht in den aller wenigsten Fällen der Wirklichkeit, die junge Männer in deutschen Kreiswehrersatzämtern zu ertragen hatten und haben. Über die Realität der erzwungenen Nacktheit, ohne Sichtschutz erfährt man in der Öffentlichkeit so gut wie nichts.
Aber wir arbeiten dran und werden auch weiterhin dafür sorgen, dass es, neben der "Öffentlichkeitsarbeit", die von der Bundeswehr betrieben wird, Berichte in der Öffentlichkeit der sozialen Netzwerke und außerhalb der sozialen Netzwerke, gibt die von der Realität berichteten. Dann soll jeder selbst entscheiden, ob es sich bei dem was die Bundeswehr publiziert um Öffentlichkeitsarbeit oder Propaganda handelt.
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