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Montag, 1. September 2014

Twitter: tolle Kampagne zur Hodenkrebsvorsorge

Unter dem Hashtag #feelingnuts posten derzeit Frauen und Männer Bilder von sich auf Twitter auf denen sie sich in den Schritt fassen. Damit soll auf die Notwendigkeit zur regelmäßigen Selbstuntersuchung hingewiesen werden. So und nicht anders funktioniert Vorsorge. Die erzwungenen Untersuchungen im Rahmen der Musterung haben hingegen recht wenig damit zu tun. 
Der Focus mutmaßt ob die Aktion vielleicht der nächste große online Trend wird:

Unter dem Hashtag #feelingnuts posten sie Fotos und Videos von sich mit der Hand an den Kronjuwelen. Wer ein Bild gepostet hat, nominiert weitere Teilnehmer. Ins Leben gerufen hat die Aktion die britische Organisation Check One Two. Sie will mit der Aktion auf Hodenkrebs aufmerksam machen. Denn wenn der Krebs rechtzeitig erkannt wird, kann er geheilt werden. #feelingnuts ist aber nicht nur Männern vorbehalten. Auch Frauen sind mit von der Partie und stellen Fotos von sich online. Die lustigsten Bilder der Kampagne veröffentlicht Check One Two auf ihrer Homepage. Klar: Vorbild für #feelingnuts dürfte die Ice Bucket Challenge gewesen sein. Deren Initiatoren wollten Spenden für die Behandlung der Nervenkrankheit ALS sammeln. Daraus wurde ein Riesenhype, der gerade langsam wieder abebbt. Ob der Griff ans Gemächt jetzt der nächste große Netztrend wird?



Mittwoch, 19. Juni 2013

Versorgungslücke durch Wegfall der Musterung? Zum hundertsten Mal: NEIN!

Es vergeht kaum eine Woche in der nicht irgendein Urologe behauptet, dass durch den Wegfall der Wehrpflicht und der Musterung eine Versorgungslücke in der Krebsvorsorge bei jungen Männern entstanden sei.
Die Musterung ist und bleibt eine Tauglichkeitsuntersuchung. Vorsorge ist und bleibt privat und darf nicht erzwungen werden. BASTA.
Heute übernimmt Prof. Frank Sommer, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit diesen Part und behauptet gegenüber der Berliner Woche: "Seit dem Wegfall der Musterung gibt es eine große Versorgungslücke bei den Männern".
Für Frauen ist man doch auch bereit, teure Programme zur Aufklärung über die Risiken von Brust - und Gebärmutterkrebs und kostenlose Vorsorgeuntersuchungen zu finanzieren. Warum muss bei Männern immer die erzwungene Musterung als scheinbar legitimes Instrument der Vorsorge herangezogen werden?
Sehr fragwürdige Haltung zum Thema Mann und Gesundheit, Prof. Sommer.

Dienstag, 11. Juni 2013

Brasilien: humorvolle Annäherung an das ernste Thema Hodenkrebs

Darüber, dass es auch noch andere Wege, als erzwungene Nacktheit und erniedrigende pseudo Untersuchungen gibt, um sich dem Thema Hodenkrebs zu nähern und durch öffentlich wirksame Aktionen Aufmerksamkeit für das Thema zu generieren, berichtet heute die iTechPost: 

Senhor Testiculo, translated in English as Mr. Testicle, focuses on reminding men to get regular check-ups done to prevent testicular cancer. "Both children and adults loved taking pictures with the mascot, a friendly snowman in the shape of testicle," the website reports. 


Den ganzen Artikel findet man hier.

Donnerstag, 6. Juni 2013

Vom Umgang mit Hodenkrebs in England

BASTA wurde immer wieder vorgeworfen, die Gefahr von Hodenkrebs zu unterschätzen. Die Verantwortlichen der Bundeswehr haben die entwürdigenden und erzwungenen Untersuchungen im Intimbereich immer wieder mit dem Hinweis auf die Gefahr von Hodenkrebs versucht zu legitimieren.
In England hat man ein etwas anderes Verständnis von Menschenwürde, erzwungener Nacktheit und Vorsorge. In einem längeren Bericht widmen sich die Macher von British Forces News dem Thema Hodenkrebs im Militär.
Seltsam, von erzwungener Nacktheit, Untersuchungen, bei denen man vollständig nackt sein muss, während die Hoden abgetastet werden und dergleichen ist in diesem Zusammenhang nicht die Rede. Stattdessen werden Kampagnen gestartet und Plakate gedruckt, die Soldaten ermuntern sollen sich regelmäßig selbst zu untersuchen und bei dem geringsten Zweifel einen ausgebildeten Urologen des Vertrauens aufzusuchen.

Dieses Video sollte eine Aufmunterung für den Sanitätsdienst der Bundeswehr sein, endlich aufzuhören mit entwürdigenden Untersuchungen an den Hoden und Hintern der Männer und (neuerdings) auch an den Brüsten der Frauen.
Vorsorge gehört in den privaten Bereich und nur dorthin. Erzwungene Nacktheit ist Missbrauch und kein legitimes Mittel der Vorsorge.

Mehr vom Umgang mit Hodenkrebs in England findet man hier und hier. Wenn man derartiges liest fragt man sich, ob einem, wenn man einem Engländern von den Zuständen in Deutschland erzählt, überhaupt Glauben geschenkt werden würde.
Mehr über unsere Meinung zum Thema Vorsorge findet man hier.