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Mittwoch, 18. September 2013

Musterungstrauma: Hilfe für Betroffene


Wir von BASTA sind, im Laufe der Jahre, in denen wir an dem Thema Musterung gearbeitet haben, mit vielen Männern die von einem so genannten Musterungstrauma betroffen sind, in Kontakt gekommen. Wir sind keine professionellen Therapeuten und können darum nur Hinweise geben wo du dir professionelle Unterstützung suchen kannst und wie du dir erst einmal selbst helfen kannst. 

1.Du bist nicht alleine. Es ist ein schwieriges Gefühl zu wissen, dass die Musterung an vielen Millionen Männern vollzogen wurde aber scheinbar keiner damit ein Problem gehabt haben will. Das Bundesministerium für Familie und Soziales hat 2004 eine Pilotstudie mit dem Titel “Gewalt gegen Männer” veröffentlicht. Aus dieser Studie geht hervor, dass es einen nicht geringen Anteil an Männern gibt die die Musterung als demütigend empfunden haben.Der Grund, warum keiner darüber spricht ist also nicht, dass keiner so empfindet, sondern dass es sich nach wie vor um ein Tabu handelt über das keiner sprechen möchte.

Hier geht es weiter.

Freitag, 6. September 2013

Missbrauch: Gynäkologe fotografiert heimlich Intimbereich von Patientinnen

Massiver Missbrauch von Patientinnen durch Ausnutzung von Untersuchungssituationen im Intimbereich:

Ein Frauenarzt muss sich wegen heimlicher Intimfotos von Patientinnen am Donnerstag vor dem Landgericht in Frankenthal verantworten. Der Mediziner soll im rheinland-pfälzischen Schifferstadt fast 2.000 Frauen in der Umkleidekabine und im Untersuchungsraum mit versteckten Kameras abgelichtet haben. Insgesamt wurden 36.146 Lichtbilder und 62 Videodateien sichergestellt, die im Zeitraum Mai 2008 bis August 2011 gemacht wurden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm neben sexuellem Missbrauch eine Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs der Frauen vor und hat ein Berufsverbot beantragt.
Das Treiben des Arztes war aufgeflogen, weil zwei seiner Assistentinnen Verdacht geschöpft hatten. Die Zuordnung der Intimfotos zu den betroffenen Frauen gestaltete sich schwierig: Die Polizei befragte mehr als 1.600 Patientinnen, 266 von ihnen stellten dann einen Strafantrag gegen den Arzt. Er hatte laut Staatsanwaltschaft gestanden, zuletzt "nahezu täglich mehrere Dutzend" solcher Fotos von verschiedenen Patientinnen gemacht zu haben. Die Videos will er aus medizinischen Gründen gemacht haben. Der bundesweit einmalige Fall kam 2011 ans Licht, dem Arzt drohen neben dem Berufsverbot bis zu fünf Jahre Haft.

Berichtet Die Standard.

Montag, 5. August 2013

Taiwan: Verteidigungsminister tritt nach Tod eines Wehrpflichtigen zurück

Hung Chung-chiu died after suffering from heatstroke on 3 July. He had been forced to undergo vigorous exercises and solitary confinement.
The 24-year-old was being punished for taking a mobile phone with a camera onto a military base.
Former minister Kao Hua-chu has been replaced by Andrew Yang, the first civilian to head up the department.
Announcing the reshuffle at a press conference on Monday, Taiwan Premier Jiang Yi-huah said: "The reshuffle is aimed at responding to the general public's expectations."
Mr Jiang did not elaborate on the reasons behind Mr Kao's resignation.
Hung Chung-chiu's death sparked an outcry on the island, with thousands of protesters demanding an investigation.
Four military officers have been detained as part of an investigation into the incident, reports say.
Mr Hung was three days away from completing his compulsory one-year military service when he died.
All Taiwanese men aged between 18 and 36 are required to complete one year's military service, although there are plans to move to an all-volunteer force.


Was muss eigentlich noch passieren, bevor die Wehrpflicht als Diskriminierung aufgrund des Geschlechtes qualifiziert wird? 

Donnerstag, 6. Juni 2013

Vom Umgang mit Hodenkrebs in England

BASTA wurde immer wieder vorgeworfen, die Gefahr von Hodenkrebs zu unterschätzen. Die Verantwortlichen der Bundeswehr haben die entwürdigenden und erzwungenen Untersuchungen im Intimbereich immer wieder mit dem Hinweis auf die Gefahr von Hodenkrebs versucht zu legitimieren.
In England hat man ein etwas anderes Verständnis von Menschenwürde, erzwungener Nacktheit und Vorsorge. In einem längeren Bericht widmen sich die Macher von British Forces News dem Thema Hodenkrebs im Militär.
Seltsam, von erzwungener Nacktheit, Untersuchungen, bei denen man vollständig nackt sein muss, während die Hoden abgetastet werden und dergleichen ist in diesem Zusammenhang nicht die Rede. Stattdessen werden Kampagnen gestartet und Plakate gedruckt, die Soldaten ermuntern sollen sich regelmäßig selbst zu untersuchen und bei dem geringsten Zweifel einen ausgebildeten Urologen des Vertrauens aufzusuchen.

Dieses Video sollte eine Aufmunterung für den Sanitätsdienst der Bundeswehr sein, endlich aufzuhören mit entwürdigenden Untersuchungen an den Hoden und Hintern der Männer und (neuerdings) auch an den Brüsten der Frauen.
Vorsorge gehört in den privaten Bereich und nur dorthin. Erzwungene Nacktheit ist Missbrauch und kein legitimes Mittel der Vorsorge.

Mehr vom Umgang mit Hodenkrebs in England findet man hier und hier. Wenn man derartiges liest fragt man sich, ob einem, wenn man einem Engländern von den Zuständen in Deutschland erzählt, überhaupt Glauben geschenkt werden würde.
Mehr über unsere Meinung zum Thema Vorsorge findet man hier.

Freitag, 31. Mai 2013

Iran: Nierenspende befreit vom Zwangsdienst

Diese Nachricht findet sich heute auf der Internetseite der Stimme Russlands

Der Stellvertreter des militärischen Chefkommissars der iranischen Streitkräfte, Musa Kamali, hat bekundet, dass Wehrpflichtige vom Dienst in der iranischen Armee befreit werden, die eine Nieren spenden.
 Kamali zufolge soll die Nierenspende in die Liste der medizinischen Indikationen für die Entlassung aus dem Dienst aufgenommen werden. Sogar jene, die bereits den Militärdienst leisten, können dank der Spendeoperation die Streitkräfte verlassen. Zuvor hatte die Bescheinigung ber eine Nierenspende nicht als Grund für den Aufschub oder die Befreiung von der Wehrpflicht gegolten.

Es gibt Nachrichten, da wird einem schon allein beim posten der Nachricht übel. Diese gehört definitiv dazu. Trotzdem seien an dieser Stelle einige Hintergrundinformationen zu diesem Bericht. Die Wehrpflicht gilt im Iran nur für Männer und man kann sich vom Wehrdienst frei kaufen. Das können sich natürlich nur wohlhabende Perser leisten. Diejenigen die nicht über das entsprechende finanzielle Ressourcen verfügen, greifen  dann zu anderen Mitteln um dem Zwang zu entgehen, denn das iranische Militär gilt als eines der härtesten überhaupt. Zu den wenigen Meldungen die aus dem Iran und seine Armee in die westliche Welt dringen zählen Berichte wie dieser, über einen Mann der sich fünfzehn Zähne ziehen ließ um dem Dienst zu entgehen. Diese neue und absurde Reglung zwingt nun insbesondere arme Perser sich eine Hüfte entfernen zu lassen um dem Zwangsdienst zu entgehen.