Mittwoch, 28. Januar 2015

Dügida fordert Wiedereinführung der Wehrpflicht

In Köln und Düsseldorf wird es weiterhin Kundgebungen gegen die Ableger der islamkritischen Pegida geben. Das teilten die Bündnisse «Köln stellt sich quer» und «Düsseldorf stellt sich quer» mit. «Kögida» und «Dügida» hatten am Donnerstag zu Demonstrationen für «das ganze restliche Jahr» aufgerufen. Zu ihren Forderungen zählen laut Pressemitteilung außer der Abschiebung angeblicher Wirtschaftsflüchtlinge und abgelehnter Asylbwerber auch der Austritt Deutschlands aus Nato und EU, die Wiedereinführung der Wehrpflicht und die Aufstockung des Wehretats.

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Zu den vielen Gründen sich von diesen Demonstrationen fernzuhalten ist damit ein weiterer hinzu gekommen. 

Dienstag, 13. Januar 2015

Was Männer ertragen müssen, wenn sie sich aus Geldnot zum Dienst an der Waffe verpflichten

Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Praxis der Musterungsuntersuchungen und den niedrigen Bewerberzahlen bei der Bundeswehr? Diese Frage wird hinter vorgehaltener Hand seit Jahren in der Bundeswehr diskutiert. Das belegt ein nun öffentlich gewordenes Dokument des Sanitätsdienstes der Bundeswehr.

Hier geht es zu einem aktuellen Beitrag von uns auf Cuncti. 

Indonesien: Jungfrauentests für Beamtinnen sollen abschafft werden

Jungfrauentests für unverheiratete angehende Beamtinnen sollen in Indonesien abgeschafft werden. Das versprach Innenminister Tjahjo Kumolo nach Presseberichten von Dienstag. Die Praxis war im November ans Licht gekommen, als die Menschenrechtsgruppe Human Rights Watch solche Tests bei Polizistinnen in Indonesien angeprangert hatte.

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Von der Leyen: Neue Frauenquote im Sanitätsdienst

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen will die Zahl der Frauen in Führungspositionen bei der Bundeswehr durch eine Quote erhöhen. Diese soll aber nur für den Sanitätsdienst gelten. Dort liegt der Frauenanteil derzeit bei rund 40 Prozent, aber nur eine von fast 20 Generalen ist eine Frau. "Das ist ein lausiger Anteil, deshalb müssen wir hier auch über Quoten mit klaren Zeitleisten nachdenken", sagte von der Leyen dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".
Seit 2001 stehen Frauen alle militärischen Laufbahnen bei der Bundeswehr offen. In den Sanitätsdienst werden dagegen schon seit 1975 Frauen aufgenommen. 1994 schaffte es erstmals eine von ihnen bis zum General. Heute ist Generalstabsarzt Erika Franke die einzige Frau im Generalsrang.
Insgesamt sind derzeit 19.000 von 181.000 Bundeswehrsoldaten Frauen, also etwa 10,5 Prozent. Erklärtes Ziel sind 15 Prozent. Insgesamt gibt es rund 200 Generale beim Bund.

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Samstag, 13. Dezember 2014

Keinen Bock auf Angrabschen! Junge Männer und die Bundeswehr

Neben vielen Schwierigkeiten, über die seit Monaten in den Medien berichtet wird, ist die Bundeswehr seit der Aussetzung der Wehrpflicht mit einem noch viel größeren Problem konfrontiert – mit konstant zu niedrigen Bewerberzahlen.
Trotz der verschiedenen kostspieligen Werbeaktionen, die fast schon so rührend wie verzweifelt wirken, wären die Methoden nicht zum Teil so dubios, bleibt der willige Nachwuchs aus.
Denn bereits am Anfang noch vor dem Diensteintritt steht die erste abschreckende Hürde – die Tauglichkeitsuntersuchung, früher Musterung genannt.
Offensichtlich können sich gerade junge Männer Besseres vorstellen, als sich demütigenden Nackt- und Intimuntersuchungen durch ihre künftigen „Kameradinnen“ des Sanitätsdienstes zu unterwerfen. Diese verflixten jungen Drückeberger wollen diese entwürdigende Prozedur doch einfach nicht als wohlmeinende Fürsorge oder Vorsorgeuntersuchung akzeptieren!
Auch wenn vorher Generationen Wehrpflichtiger selten öffentlich darüber gesprochen haben, die Abstimmung mit den Füßen, die seit Aussetzung der Wehrpflicht möglich ist, spricht Bände.
Bereits im Jahr 2012 wurde auf der Jahrestagung der Arbeitsgruppe chirurgisch tätiger Sanitätsoffiziere (ARCHIS) ein Vortrag gehalten, in welchem die Praxis der Intimuntersuchung bei Männern zum ersten Mal offen kritisiert und mit den aktuell niedrigen Bewerberzahlen in Zusammenhang gebracht wurden. In der 8-9/2012er-Ausgabe der „Wehrmedizinischen Monatsschrift“ wurden alle auf der Jahrestagung gehaltenen Vorträge publiziert – bis auf den brisanten über die Praxis der männlichen Intimuntersuchung bei Musterungs- und Einstellungsuntersuchungen. Dieser bisher unter Verschluss gehaltene Vortrag ist nun an die Öffentlichkeit gelangt und spricht die Missstände innerhalb des Sanitätsdienstes der Bundeswehr an, welche Verteidigungsministerin von der Leyen erneut unter Rechtfertigungsdruck stellen dürften.
Der Vortrag ist hier einzusehen!
(Wer den obigen Link nicht öffnen kann, möge bitte diese Alternative nutzen)

Mittwoch, 26. November 2014

Bei der Musterung geoutet: schwuler türkischer Schiedsrichter erhält Respektpreis 2014 vom Bündnis gegen Homophobie

Wie viel Genugtuung ist es, wenn einem Unrecht getan wird, aber man dann einen Preis dafür bekommt, dass man gegen diese Behandlung Klage einreicht?

Halil Ibrahim Dincdag ist mit dem Respektpreis 2014 vom Bündnis gegen Homophobie ausgezeichnet worden. Doch so richtig, weiß der 39-jährige Türke nicht, warum er es verdient hat. "Im Namen aller, die gegen Homophobie und Diskriminierung kämpfen", nehme er den Preis an, sagte Halil Dincdag in seiner Dankesrede.

Dincdag hat vor sechs Jahren seinen Job als Schiedsrichter verloren nachdem er sich bei einer Musterung für die Armee als homosexuell geoutet hat. Daraufhin verlor er ebenfalls seinen Job beim Radio. Der Preis soll ihm nun Mut machen weiterzukämpfen und ein Zeichen gegen die Diskriminierung zu setzen.


Berichtet das Online-Magazin Schwulissimo.
Von den massiven Diskriminierungen, denen homosexuelle Männer im türkischen Militär ausgesetzt sind erzählt auch der Dokumentarfilm The Pink Report von Ulrike Bönisch.

Nachtrag: ein von vorne bis hinten lesenswertes Interview mit dem Gewinner des Respektpreises findet sich online bei Der Freitag